Täter und Opfer zugleich?

-Der Fall des Johann Gottlieb Kutschke und die letzte Hinrichtung in Lichtenstein- Spektakuläre Kriminalfälle erschüttern bis heute immer wieder die Öffentlichkeit, schüren die Angst vor dem Verbrechen und wirken zugleich irgendwie faszinierend auf den Betrachter. Ein solch aufsehenerregendes Verbrechen geschah am 15. Januar 1858 in der damals noch selbstständigen Stadt Callnberg bei Lichtenstein. Es handelt sich um den grausamen und kaltblütig geplanten Doppelraubmord an dem 68jährigen Fleischermeister Johann Friedrich Günther und dessen 76 Jahre alter Ehefrau Johanne Christiane Caroline, ge...
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Christian Gotthelf Schmeiser

-Karrierestart im Schönburgischen-Die Langenchursdorfer Schulgeschichte lässt sich derzeit bis 1613 zurückverfolgen. Damals starb der Schulmeister Heinrich Müller an der Pest. Waren in diesem  17. Jahrhundert Schulmeister für die Bildung der Dorfjugend zuständig, so übernahm ab 1700 ein Diakon dieses Amt. Gleichzeitig unterstützte er den Dorfgeistlichen, der neben Langenchursdorf und Falken auch die Tochterkirche Langenberg mit dem eingepfarrten Meinsdorf zu betreuen hatte. Während in Langenberg weiter ein besonderer Schulmeister arbeitete, stellten die Diakonen in Langenchursdorf bald z...
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Die Pfarrei von Oberwinkel und das Kloster Remse im Jahre 1533

-Katholisch in Lehre, Leben und Zeremonien- Im Jahr 1533 besuchten mehrere kurfürstlich-sächsische Pfarrer und Gelehrte die Kirche Oberwinkel. Ihr Urteil über die geistlichen Zustände war vernichtend und bindend, denn seit 1495 waren die ernestinischen Kurfürsten von Sachsen auch Vögte des Klosters Remse, zu dem die Pfarrei, das Dorf und die Mühle Oberwinkel (heute Glänzelmühle) gehörten. Vorausgegangen war ein langjähriger Streit mit den Herren von Schönburg, die letztlich auf ihre Vogtei über Remse im Tausch gegen mehrere Dörfer verzichteten. Während der sächsische Kurfürst Friedrich III...
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Vorreiter in der Frauenbewegung?

Die Ausbildung von Frauen in den Schönburgischen Herrschaften des 19. Jahrhunderts Wie bereits hinlänglich bekannt sein dürfte, war es im ausgehenden 19. Jahrhundert nur wenigen Frauen vergönnt, einen Beruf zu erlernen. Nur unter größten Schwierigkeiten war es ihnen überhaupt möglich, eine gymnasiale Ausbildung, geschweige denn ein Studium zu absolvieren. So etwas war ungeheuerlich und nahezu verpönt. Die wissenschaftlich-akademische Welt war den Männern vorbehalten. Gegner des Frauenstudiums argumentierten scheinbar vorrangig wissenschaftlich-biologisch. Hierbei sei nur die am meisten ve...
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„Man hat sich sehr behutsam aufzuführen“

Die Geschichte der Grafen und Fürsten von Schönburg im Muldental! Wir begeben uns zunächst in das Jahr 1700. Ganz Sachsen ist von den Wettinern besetzt! Ganz Sachsen? Naja, fast! Bis auf ein kleines Territorium in Südwestsachsen, das immer noch Widerstand leistet! Es handelt sich um die Schönburgischen Herrschaften – eines der ältesten Territorien Mitteldeutschlands und eines der wenigen, das seine Eigenständigkeit bis ins 18. Jahrhundert hinein bewahren konnte. Inmitten Kursachsens an der Zwickauer Mulde zwischen Zwickau und Chemnitz gelegen, war das kleine Schönburgische Land mit wei...
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