„Man hat sich sehr behutsam aufzuführen“

Die Geschichte der Grafen und Fürsten von Schönburg im Muldental!

Wir begeben uns zunächst in das Jahr 1700. Ganz Sachsen ist von den Wettinern besetzt! Ganz Sachsen? Naja, fast! Bis auf ein kleines Territorium in Südwestsachsen, das immer noch Widerstand leistet! Es handelt sich um die Schönburgischen Herrschaften – eines der ältesten Territorien Mitteldeutschlands und eines der wenigen, das seine Eigenständigkeit bis ins 18. Jahrhundert hinein bewahren konnte.
Inmitten Kursachsens an der Zwickauer Mulde zwischen Zwickau und Chemnitz gelegen, war das kleine Schönburgische Land mit weitgehenden landesherrlichen Rechten versehen. In Unabhängigkeit von Kursachsen galten hier eigene Feiertage, eigene Gesangbücher sowie eigene Maße und Gewichte. Über Jahrhunderte waren die Herrschaften so ein Zankapfel zwischen den sächsischen Kurfürsten und den Kaisern des Heiligen Römischen Reiches.
Die Herrscher dieses Landes, die hochadligen Schönburger, gehörten in der Hierarchie des Heiligen Römischen Reiches zunächst dem Herrenstand an und wurden im Jahre 1700 zu Reichsgrafen ernannt. Im Jahre 1790 wurde die Obere Linie darüber hinaus sogar in den erblichen Reichsfürstenstand erhoben. Im Kampf gegen Kursachsen konnten sich die Schönburger erstaunlich lange halten und haben die Entwicklung der Region im Laufe ihrer fast 800 Jahre währenden Herrschaft sowohl in gesellschaftlicher als auch in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht entscheidend geprägt.

Bild oben: Stammwappen des Hauses Schönburg mit Grafenhelm, aus: GHdA Band 128, 2002 [gemeinfrei]

Wie es dazu kam, soll im folgenden PDF-Dokument kurz beleuchtet werden.

Dr. Alexandra Thümmler
Autorin des Beitrages: Dr. Alexandra Thümmler

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