Brasilien trifft #SchoenburgHistory

Daniele Miranda
Kulturwissenschaftlerin Daniele Miranda unterwegs auf den Spuren von Ottokar Dörffel Im Jahr 1854 wanderten der ehemalige Glauchauer Bürgermeister Ottokar Dörffel (1818-1906) und seine Frau Ida (1822-1889) nach Brasilien aus. Das Ehepaar baute sich nach dem Ende von Dörffels politischer Karriere im Schönburgischen infolge der Beteiligung am Revolutionsgeschehen von 1848/49 in Dona Francisca/Joinville im Süden Brasiliens ein neues Leben auf. Als Unternehmer, Lokalpolitiker und Publizist gehörte der gebürtige Waldenburger dort zu den bedeutendsten Persönlichkeiten in der zweiten Hälfte d...
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Who was who

-Wer war wer in Waldenburg?- Wussten Sie, … dass die Löwenapotheke seit dem Jahr 1604 in Waldenburg nachweisbar ist? dass um 1700 ein Italiener in Waldenburg lebte, dessen Name jedoch nicht bekannt ist? dass die Grafen von Schönburg schon um 1760 Fleisch beim Fleischhauer Johann Christian Jäh kauften? dass es spätestens seit 1840 Jahren eine Parfümfabrik in Waldenburg gab? dass 1874 ein Kindergarten am Topfmarkt (heute C. W Richter Platz) entstand? dass im Jahre 1894 insgesamt elf Gastwirtschaften in Waldenburg existierten, darunter auch zwei Hotels und dass es im Jahre ...
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Ottokar Dörffel – ein Waldenburger in Brasilien

Autorin: Judith Matzke, Direktorin Universitätsarchiv TU Dresden ! Die Stadt Waldenburg ehrt in diesem Jahr mit der Ausstellung und Publikation „Bürgerstolz?!“ ihre Bürgermeister seit 1487. Sie gibt damit Einblicke in über 500 Jahre Geschichte der Residenz- und Töpferstadt sowie ihre prägenden Themen und Persönlichkeiten. Neben jenen (bislang ausnahmslos) Männern, die die Geschicke Waldenburgs lenkten, gab es mindestens einen gebürtigen Waldenburger, der nicht nur ein, sondern sogar zwei Bürgermeisterämter in anderen Städten bekleidete: Ottokar Dörffel (1818-1906). Der Lebensweg Ottokar...
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Statuten, Stadt- und Bürgerrechte Waldenburgs

Verbot des „beuerischen und unczimblichen Rockengangk“ in den Waldenburger Statuten von 1594
- (Altte berechttigunge unndtt freyheitten) - Stadt und Dorf, Bürger und Bauer Waldenburger Bürgerstolz? Keine Frage! Schon im 16. Jahrhundert hielt der Rat in den Waldenburger Statuten fest, dass er als bäuerlich und dörfisch empfundene Sitten in der Stadt nicht dulden wollte. Die nächtlichen Treffen der Jugend in den Spinnstuben (Rockengang), welche oft genug in Tanz, Spiel, Besäufnis und mehr ausarteten, verdammte der Rat als unburgerliche[n] undt dörferscher[n] (1552)bzw. beuerische[n] undtt unczimbliche[n] Brauch (1594), von dem sich die Waldenburger als Bürger fernzuhalten hatten...
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Der Langenchursdorfer Sehling-Altar

Die Langenchursdorfer Kirche besitzt ein altes Altargemälde, welches heute an der Südwand auf der Empore angebracht ist. Es sei „nicht ohne Werth, aber sehr übel behandelt worden“, weiß die Sächsische Kirchengalerie 1845 zu vermelden. Es zeigt den Gekreuzigten, dessen Blut von zwei Engeln in Kelchen aufgefangen wird. Zu seiner Rechten kniet ein Mann in schwarzer Robe, der vom Blut Jesu aus dessen Seitenwunde getroffen wird. Zu seiner Linken knien eine Frau und ein kleines Kind. Im Hintergrund erahnt man die Silhouette einer Stadt mit einer Brücke. Während die Frau und ihr Kind den Betrachter ...
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