Beteiligung wird in der kommunalen Entwicklung immer wichtiger, insbesondere dann, wenn junge Menschen ihre Ideen tatsächlich einbringen können. Genau darum geht es bei dem Projekt „Architektur macht Schule“: Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihrem Umfeld auseinander, entwickeln eigene Vorschläge und kommen direkt mit kommunalen Entscheidungsträgern ins Gespräch.
Ablauf und Inhalte der Veranstaltung

Ende Mai trafen sich im Rahmen des Projekts Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse des Europäischen Gymnasiums Waldenburg mit den Stadträten der Stadt Waldenburg in der LEADER-Geschäftsstelle des Schönburger Landes. Ziel war ein Austausch „auf Augenhöhe“ zwischen Jugendlichen und kommunalpolitischen Akteuren.
Die Veranstaltung fand im Format eines „World Cafés“ statt. Gut zwei Stunden diskutierten die Teilnehmenden in mehreren Gesprächsrunden an verschiedenen Tischen. Das Team des LEADER-Regionalmanagements des Schönburger Landes übernahm die Moderation.
Im Mittelpunkt stand der Wunsch der Jugendlichen, die bestehende Skateranlage in Waldenburg zu erhalten und sinnvoll weiterzuentwickeln. Sie machten deutlich, was ihnen an der Anlage wichtig ist, welche Bedürfnisse sie haben und was aus ihrer Sicht verbessert werden sollte. Die Gespräche verliefen offen und konstruktiv.
Im Anschluss stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse im Plenum vor. Dabei zeigten sie, welche Ideen und Vorschläge sie für die Skateranlage entwickelt hatten und welche Verbesserungen sie für erforderlich halten. Auch die Stadträte reagierten offen und interessiert auf die Anregungen.
Dies bildet die Grundlage dafür, die bestehende Skateranlage nun Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Ein erster konkreter Schritt ist die Aufstellung eines Containers auf Veranlassung des Bürgermeisters auf dem Gelände. Dieser soll den Jugendlichen künftig als wettergeschützter Aufenthaltsort dienen und die Nutzung der Anlage deutlich angenehmer machen.
Fazit
Das Projekt zeigt deutlich, wie wichtig die Sichtweisen junger Menschen für die Gestaltung öffentlicher Räume sind.
In diesem Dialog sind nicht nur weiterführende Ideen für die Skateranlage entstanden, sondern – und das ist besonders wichtig – auch mehr Verständnis füreinander.


